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Bericht von der JP/ R am 4. Oktober 2013 in Ahrensdorf/ Trebbin

Nun sind laut unserem Prüfungsleiter Hr. Vergiels “Nur ein paar Stunden” oder um genau zu sein 4 Tage, die mein Goldenrüde Jaden jünger ist als die punktgleiche Goldenhündin Merryway
Roxanna von Thomas Wilk, dafür verantwortlich, dass ich sehr gerne das Ungeschriebene Gesetz unter Prüfungsteilnehmern befolge und als Suchensieger einen Bericht über die o. g. JP/R
schreibe.

Schon die Vorbereitung hierauf war so ganz anders. Die letzten 2 Tage vor dem Prüfungstag haben unter dem Motto gestanden: Hauptsache das Wild taut komplett auf und ich schaffe es, meine 3 Kaninchen und 3 Enten in einem einwandfreien Zustand zur Prüfung mitnehmen zu können. Also wurden unzählige Zeitungen gebraucht, um das Wild immer wieder abtrocknen
und auf einem neuen trockenen Untergrund “lagern” zu können.

Der Morgen des 4. Oktober begann für uns schon um 4 Uhr, schließlich lagen fast 3h Anreise in das herrliche Revier von Familie Wilk vor uns, welches sie wieder einmal zur Verfügung
gestellt haben- Vielen Dank dafür. Pünktlich und voller Aufregung haben wir den Treffpunkt erreicht und zu meiner großen Erleichterung war schon eine Tee- und Kaffeestation in einem mollig warmen Stallgebäude nebst sanitärer Einrichtung aufgebaut. Ohne Hektik und Stress sind durch unseren Sonderleiter Hr. Schefter alle Anmeldeformalitäten abgewickelt worden und auch die Chip-, Zahn- und bei den Rüden die Hodenkontrolle konnten problemlos durchgeführt werden, nachdem alle Teilnehmer sowie das Richtergespann -neben Hr. Vergiels bestehend aus Fr. Rudolph und Fr. Kiepker- eingetroffen waren. Danach fand eine kleine Begrüßung statt. Hierbei gab es dann auch den obligatorischen “Jägermeister”, der auf fast nüchternen Magen Gott sei Dank keine verheerende Wirkung hatte.

Somit konnten wir im Anschluss an den Umtrunk ins Revier starten, in welchem wir unzählige Vögel als Zaungäste vorfanden. Immer wieder hörten wir ihre lautstarken Rufe und am wolkenlosen Himmel herrschte reger Flugverkehr… Nachdem bei der Überprüfung der Schussfestigkeit nichts zu beanstanden war stand mein persönliches “Angstfach” auf dem Plan- das Verhalten auf der Schleppspur. Bei den Übungsschleppen hat es nie im ersten Versuch geklappt und ich musste Jaden stets ein zweites Mal ansetzen. Dies stellt laut PO kein Problem dar, aber mir viel ein Stein vom Herzen als es nun bei der Prüfung gleich im 1. Versuch klappte. Stolz und mit schönem Tempo hat Jaden sein Kaninchen nach Hause gebracht.
In diesem Fach haben wir leider eine sehr junge Goldenhündin “verloren”, aber ich fand es einen schönen Zug ,dass der Hundeführer zwar nicht mehr an den weiteren Prüfungsfächern
teilgenommen hat aber weiter mit uns im Revier geblieben ist.

Als nächstes kam das Fach Merken im Feld an die Reihe und Jaden hat bewiesen, dass er wunderbar markieren kann. Auch bei den anderen Prüflingen gab es hier keine Probleme und das
Richterteam attestierte uns durchweg sehr gute Leistungen.
Nach einer kurzen Mittagspause im Gelände mit leckerem Leberkäse im Brötchen, vorbereitet und serviert von Vera Wilk, ging es mit den Autos weiter an die Nuthe. Hier sollte die Wasserfreude und der Merkapport am Wasser geprüft werden. Und nun kam es doch zu der ein oder anderen Schwierigkeit. Auch Jaden zögerte kurz, als er seine Ente im Schilf gefunden
und gepickt hat. Irgendwie ist er sich unsicher gewesen, ob er durch das Wasser zurückkommen soll oder ob es vielleicht doch einen anderen Weg gibt. Mit aufmunternden Worten meinerseits entschloss er sich dann dazu, den direkten Weg zu nehmen und er landete die Ente schnell an und gab sie mir in die Hand.
Alle Gespanne konnten mit manchmal mehr und manchmal weniger Nervenaufregung auch dieses Fach erfolgreich bestehen.

Nun hieß es zum Gelände des Jagdschlosses Ahrensdorf zurückzukehren, um hier das letzte Fach - die Freie Verlorensuche- zu prüfen.
Wie auch in den letzten Fächern durften wir beginnen. Die Suche ist neben der Wasserarbeit Jadens liebste Beschäftigung und er ging mit großer Arbeitsfreude in das uns zugewiesene
Gelände in einem Kiefernwäldchen mit lockerem Bewuchs. Schnell waren 3 Stücke gefunden. Da das Richterteam jedoch auch gerne das letzte Stück Wild gefunden sehen wollte und ich
merkte, dass mein Hund nun etwas müde wurde brauchte Jaden hierbei etwas Aufmunterung durch mich. Diese nahm er schnell an und ging erneut in die Suche, so dass er auch das letzte Kaninchen bringen konnte.

Somit hatten wir sie geschafft, die Jugendprüfung für Retriever. Nach einem gemütlichen Schüsseltreiben mit leckerer Linsensuppe und anderen kleinen Köstlichkeiten gab unser Prüfungsleiter Hr. Vergiels die Ergebnisse bekannt. Zum Schluss sind nur noch T. Wilk und ich übrig geblieben und der 3.platzierte Hund Sweet lucky charm Dream Lennox hatte immerhin stolze 256 Punkte erreicht- was sollten wir dann für Punkte geschafft haben?

Stolz überkam mich, als Hr. Vergiels verkündete, dass die letzten beiden Hunde sehr gute 260 Punkte erreicht haben. Bei gleicher Punktzahl entscheidet das Alter über den Suchensieg und wie schon anfangs erwähnt liegen unsere Hunde nur 4 Tage auseinander- somit ging der Suchensieg an Jaden.
Jetzt kann ich es nachvollziehen, wenn Menschen hierbei die Tränen in die Augen schießen…

Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich bei unserem Sonderleiter Hr. Schefter und seiner Frau sowie dem Ehepaar Wilk für die nette Bewirtung und das Catering bedanken.
Könnten wir hier Zensuren vergeben wäre es die 12! Auch dem Richtergespann danke ich, sicherlich auch im Namen aller Teilnehmer, für das faire und “Immer Pro Hund”- Richten.
Vielen Dank auch an die 5 anderen Prüfungsteilnehmer- es hat sehr viel Spaß mit euch gemacht, der nette Umgang miteinander und das “Daumendrücken” füreinander hat mir wirklich sehr gefallen. So sollte ein Prüfungstag immer sein.

Weiterhin möchte ich mich bei Sylvia und Uwe Sponholz bedanken, die mir und meiner Familie unseren Jaden anvertraut haben. Wir haben von euch einen tollen Hund bekommen.
Und nicht vergessen will ich meine (Hunde)Freundin und Trainerin Susanne mit ihrem Ehemann Eberhard: Ohne deine Anleitung, Unterstützung und Hilfe hätten wir diesen Erfolg nicht geschafft, Susanne. Und Eberhard danke ich nochmals für das Schleppenziehen und das Verständnis, wenn ich Susanne mal wieder in Beschlag genommen habe.

Das größte Dankeschön geht neben meiner Familie für ihr Verständnis für “mein Hundetraining” an unseren Jaden- das hast du super gemacht. Wir sind so stolz auf dich…

Manuela Thöne mit Unbelievable Jaden-Ryan of Redpine

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