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Wolfgang Vergiels
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Erst einmal
herzlichen Dank, dass ich in diesem Jahr den Clauert
Cup mitrichten darf. Ich wünsche allen Teilnehmern
einen schönen Prüfungsverlauf und hoffe, dass jeder
sehr viele positive Eindrücke und Anregungen mitnehmen
kann.
Zu meiner Person
möchte ich an dieser Stelle zusammenfassen, was sicher
die meisten Teilnehmer gelegentlich schon über mich
gelesen haben. Deswegen hier ein paar Informationen
von mir:
Unseren ersten Retriever, eine
Golden-Hündin haben wir vor 24 Jahren bekommen, in
einer Zeit, als es in Deutschland noch relativ
wenige Retriever gab. Die Zucht
wurde von einigen wenigen Liebhabern betrieben und
Leistungsprüfungen beschränkten sich auf vereinzelte
jagdliche Prüfungen noch lange bevor es Prüfungen mit
Dummys gab. Die ersten Workingtests (die da noch im
wahrsten Sinne des Wortes kleine Arbeitstests waren,
spielten sich in kleinem Kreis ab, wo jeder jeden
kannte und alle gleichermaßen mitgeholfen haben, dass
diese Treffen für alle zu einer freundschaftlichen
Unternehmung wurden. Wenn 15 bis 20 Hundeführer
zusammenkamen, war das schon eine größere
Veranstaltung ohne ausgefeilte Prüfungsordnung.
Lediglich einige Retrieverbesitzer, die Verbindungen
nach England hatten, konnten vermitteln worauf es
ankommt. Platzierungen, Punkte und ernsthafter
Wettstreit spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Schnell fand dann das Interesse an der Dummy-Arbeit
immer mehr Anhänger und um die Ernsthaftigkeit der
Arbeit mit Dummys zu dokumentieren, wurden
Prüfungsordnungen eingeführt und spezielle
Dummy-Richter ernannt, trotz teilweisen heftigen
Widerstand.
Bereits in dieser
Anfangszeit konnte ich durch Teilnahme und
Organisation von Prüfungen und Workingtests
Erfahrungen mit der Dummy-Arbeit sammeln, die
Begeisterung war entfacht und hat mich seither nicht
losgelassen. Da blieb es nicht aus, unsere Hunde (Goldens
und später Labis entsprechend auszubilden und zu
trainieren, dies auch anderen Retrieverführern zu
vermitteln und mich als Richter (Leistungsrichter,
Verbandsrichter, Jagd- und
DRC-Field-Trial-Richter)
einzubringen. Wenn sich auch Charakter und Geist des
Workingtestgeschehens von der jagdlich orientierten
Arbeit zu sportlichem Wettkampf gewandelt hat und
sicher in diese Richtung auch weiterentwickeln wird,
verbleibt bei mir die Freude Workingtests richten zu
können und zu versuchen, auch etwas von dem
freundschaftlichen Geist der Anfangsjahre zu erhalten,
damit Leistungsanspruch und Freude in ausgewogener
Weise unsere Betätigung mit unseren Retrievern
bestimmen.
Ich hoffe, das
gelingt mir.
Viel Glück Wolfgang
Vergiels
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